Unser Jazzclub hat Corona überlebt. Das können wir nun glücklich und ein bisschen stolz festhalten.

Zögernd und zaudernd ist er nach der langen Pause ins Leben zurückgekehrt, zuerst, mit viel Luft und Raum, in der Festhalle, danach im Gemeindehaus in Frommern. 

Der Jazzclub Balingen hat überlebt. Aber er hat sich auch verändert.  Wir haben uns an einem neuen Veranstaltungsort niedergelassen. Wehmütig haben wir das Zollernschloss hinter uns gelassen – verschärfte Brandschutzauflagen, die schlechte Infrastruktur, die einen für uns nicht mehr leistbaren Arbeitsaufwand bedeutete, haben dies unvermeidbar gemacht. Im Gemeindehaus in Frommern haben wir nun erstmal eine neue Heimat gefunden.

Auch der Vorstand ist ein anderer geworden. Mit Manfred Plog ist uns glücklicherweise der  1. Vorstand geblieben, mit seinem jazzmusikalischen Sachverstand ein wichtiger Garant für die musikalische Qualität unseres Angebots. Glücklicherweise ist Gerald Massini als Kassier zu uns ins Team gekommen. Mit seinem Wissen um Vereinsrecht und Finanzen ist er der richtige Mensch an diesem Platz. Annette Mell-Zimmermann ist unsere neue, höchst zuverlässige Schriftführerin. Ich selber wollte mich eigentlich aus dem Vorstand zurückziehen und mich auf das Fotografieren beschränken. Mangels Alternative habe ich nun den 2. Vorsitz übernommen.

Dazu nehmen wir ganz deutlich einen Generationenwechsel im Club wahr. Viele ältere,  langjährige Mitglieder können leider nicht mehr Teil unserer Gemeinschaft sein. Neue Gesichter tauchen auf in unserem begeisterungsfähigen Publikum.

Und nach der langen Pause und der dadurch gewonnenen Distanz ergibt sich ein Blick auf die Veränderungen, die die Zeit mit sich bringt. Wir sind nicht mehr der Club der 80er Jahren, der 90er, der 00er. In gewisser Weise müssen wir uns immer wieder ein Stück neu erfinden.

So haben wir nun versucht, diesen Veränderungen mit einem neuen Logo ein Gesicht zu geben.

Mit Petra Penz haben wir eine Grafikdesignerin zur Seite gehabt, die uns sensibel und mit einer großen Bereitschaft, sich auf das für sie neue Terrain des Jazz zu begeben, auf dem Weg zu diesem neuen Logo begleitet hat. Kreativ und kompetent hat sie unseren Ideen und Gedanken visuell eine Gestalt gegeben.

Und nun können wir uns neu präsentieren, frisch und bunt, in kräftigen Farben. JCB, die Buchstaben, je eigene Formen, spielen und greifen ineinander, erinnern in ihrer Formensprache an Instrumente. Mit J assoziiere ich das Saxofon,  das C erinnert an den Korpus eines Flügels und das B an die Rundungen eines Kontrabasses.  Eigenständig, wie die einzelnen Instrumente  im Jazz ihre jeweils unverwechselbare Stimme in den Contest geben, sich reiben, sich aneinanderschmiegen, sich voneinander abheben, um am Ende doch zu einer gemeinsamen stimmigen Gestalt zu finden.

Das Blau und Weiß nimmt das alte Logo  und damit die Geschichte des Jazzclubs auf , das Orange und Ocker öffnet sie nach vorne, ins Neue, das wir uns und dem Jazzclub wünschen: eine bunte, bewegte, kraftvolle Zukunft!

Monique Baumann

Jazzclub Balingen,

Ev. Gemeindehaus Fronhof,

Balingen-Frommern

Nächstes Konzert:

26.09.2026

Torsten Zwingenberg 4tet

Patrick Braun ( Kenneth Berkel ( Carmelo Leotta (
Torsten Zwingenberger (drums/
Hinter diesem Bandnamen verbirgt sich ein Quartett, zu dem sich vier exquisite Berliner Jazzmusiker
zusammengefunden haben. Der Meister am Schlagzeug ist sowohl im Jazz als auch im Swing
zuhause. Bekannt geworden ist er außerdem als Blues und Boogie Woog ie Begleiter. Die Prä misse
„It must schwing“ des vor den Nazis nach New York geflohenen deutschen Grü nders des ber ühmten
Jazzplattenlabels Blue Note, Alfred Lion, ist auch das Motto der Band. Gespielt wird moderner Swing,
Hardbop, Cooljazz oder auch mal br asilianisches und funkiger Souljazz in einer Mischung aus
American Songbook Titeln und Eigenkompositionen der Bandmusiker.
Am
14.10.2022 ersch ien das Debütalbum „Best Boost" als CD beim Label Blackbird Music in Berlin und
wu rd e ab Januar 2023 auch als Special Vinyl LP Edition veröffentlicht.
Patrick Braun studierte Saxophon in Berlin an der Hochschule fü r Musik „Hanns Eisler“ und ist seitdem
in vielen verschiedenen Formationen tätig. Neben seiner vielfältigen Studio und Theatertätigkeit zählen
zu den B ands in denen Patrick Braun spielt u. a. die „Toughest Tenors“, die „Jive Sharks“, das „Berlin
Jazz Orchestra“, „Potsa Lotsa“, die „Berlin Hot Jazz Band“ „Kind of Dukish“ oder auch Blue Ribbon
Ausserdem arbeitete Patrick Braun auch mit Künstlern wie d en New York Voices, Ruth Hohmann, Ack
van Rooyen, Dieter Hallervorden, Manfred Krug, Niels von der Leyen, Patti Austin, Paul Kuhn, Hugo
Strasser, Jiggs Whigham, Bill Ramsey, Gitte Henning, Joja Wendt, u .v . zusammen
Pianist Kenneth Berkel ( 1996) beg ann im Alter von 6 Jahren mit dem Klavierspiel. Nach einer
zunächst klassischen Ausbildung begeisterte er sich bereits mit 10 Jahren für den Jazz und lernte die
Grundlagen der Improvisation kennen. Seit Oktober 2015 studiert Kenneth Berkel am renommierten
Berliner Jazz Institut bei Professor Wolfgang K ö hler und Tino Derado. Kenneth Berkel spielt in
zahlreichen Bands, wie dem Kick’n Quartet“ und den Savoy Satellites Mehrmals trat er auch mit der
Big Band der Deutschen Oper ( Manfred Honetschläger) auf. Außerdem spielte er in den
Landesjugendjazzorchestern der Länder Brandenburg ( Jiggs Whigham), Hamburg (
Lars Seniuk) und Berlin und nahm an Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ und „Jugend jazzt“ teil.
Konzertreisen führten ihn bereits quer durch Deutschland, sowie nach Italien, in die Schweiz und die
Niederlande.
Bassist Carmelo Leotta ist seit 1999 professioneller Musiker. Er debütierte mit dem elektronischen
Bass in einigen Bluesbands, mit welchen er auf den ersten Bluesfestivals Italien spielte. Zeitgleich
widmet er sich immer mehr dem Kontrabass, durch dessen Spiel er sein Verständnis der Sprache des
Jazz immer weiter vertieft. Von 2005 s pielt er mit Bobby Durham’ s Trio mit Massimo Fara ó am Klavier
bis zum Tod Durhams im Jahre 2008. Auch danach ist Carmelo Leotta weiter in der italienischen
Jazzszene aktiv und geht mit wichtigen amerikanischen Musikern, wie Archie Shepp, Benny Golson,
Jimmy Cobb, Mickey Roker, Michele Hendricks und anderen auf Tour. Parallel dazu komponiert und
arrangiert er und produziert Alben m it kleineren Bands genauso wie mit Sextetten oder Big Bands. Als
Arrangeur kollaboriert er von 2006 bis 2008 mit einigen Theatern Norditaliens, mit verschiedenen Big
Bands, und mit der „Unity Music LLC“ ( USA). Auch musikalisch intensiviert er s ein Schaffen:
als Assistent vieler Musiker, wie Buster Williams.
Der in Berlin lebende Schlagzeuger Torsten Zwingenberger zählt zu den umtriebigsten
Pers ö nlichkeiten der deutschen Jazzszene. Über hundert Konzerte im Jahr, internationale Tourneen
und zahlr eiche Projekte als Bandleader sowie als Sideman stehen auf seiner Agenda. Darüber hinaus
hat er mit „Drumming 5.1“ eine aufsehenerregende Schlagzeugtechnik entwickelt, für die er das
klassische Drumset um vielfältige Perkussionsinstrumente erweitert und mi t innovativen
Schlagtechniken bespielt. Wie variabel die Klangk ö rper für unterschiedliche musikalische Atmosphären
eingesetzt werden k ö nnen, zeigt Torsten Zwingenberger am liebsten live und in direkten Kontakt zum
Publikum.

 

Karten für unsere Konzerte gibt es ausschließlich an der Abenkasse.

25.-/15.-€ ermäßigt für Schüler:innen, Student:innen und Mitglieder.
Einlass ist ab 19.00 Uhr, Konzertbeginn 20.00 Uhr

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